Bau des Doppelklassenraums hat begonnen!
Förderzusage ermöglicht Start des Schulbaus in Kacheche
Erste Mittel überwiesen – Bau des Doppelklassenraums hat begonnen
Kacheche (Malawi) / Ibbenbüren. Das nächste große Etappenziel ist erreicht: Der Förderantrag von Blickwinkel Afrika e.V. für den Bau eines Doppelklassenraums an der geplanten Kacheche Girls Boarding Secondary School wurde bewilligt. Die erste Förderrate ist bereits nach Malawi überwiesen worden, die Bauarbeiten haben begonnen.
Der Doppelklassenraum schafft die Grundlage dafür, dass die neue Schule im Jahr 2027 ihren Betrieb aufnehmen kann. Rund 100 Schülerinnen sollen dort zunächst die erste Jahrgangsstufe besuchen.
Die Förderung erfolgt über den EZ-Kleinprojektefonds der Schmitz-Stiftungen, der aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert wird.
Die Vorsitzende von Blickwinkel Afrika, Inga Postmeyer, freut sich über die Förderung:
„Die Bewilligung ist ein wichtiger Vertrauensbeweis in die Arbeit unserer Partner vor Ort. Besonders schön ist, dass wir nun sehen, wie aus vielen Jahren Planung Schritt für Schritt konkrete Gebäude entstehen.“
Der Erfolg ist zugleich Ergebnis umfangreicher Netzwerkarbeit. Durch die langjährige Zusammenarbeit und die Kontakte von Daniel Freude, der das Projekt seit Jahren begleitet, konnten weitere internationale Partner für die Schulgründung gewonnen werden.
So hat Missio Austria bereits mit dem Bau eines Verwaltungsgebäudes begonnen. Nach aktuellen Planungen möchte Missio in den kommenden drei Jahren jährlich mehr als 60.000 Euro in die Entwicklung der Schule investieren. Blickwinkel Afrika war maßgeblich an der Konzeption, Planung und Abstimmung des gesamten Schulaufbaus beteiligt.
Auch die Umckaloabo Stiftung plant, sich über den aktuellen Bauabschnitt hinaus zu engagieren. Für das Jahr 2027 wird derzeit eine Förderung vorbereitet, die dazu beitragen soll, die nächsten Entwicklungsschritte der Schule zu ermöglichen. Dazu gehören insbesondere weitere Klassenräume sowie die ersten Wohngebäude (Hostels), die für den Ausbau der zweiten und dritten Jahrgangsstufe benötigt werden.
Vor Ort wird das Projekt durch die St. Denis Catholic Parish der Diözese Mzuzu koordiniert. Projektleiter Fr. John Benjamin Moyo berichtet, dass die Baustelleneinrichtung abgeschlossen sei und erste Arbeiten bereits laufen.
Mit der kürzlich fertiggestellten Wasserversorgung, dem begonnenen Verwaltungsgebäude und dem nun gestarteten Bau des Doppelklassenraums entstehen die ersten sichtbaren Bausteine einer neuen Bildungsstätte für Mädchen in einer Region, in der weiterführende Schulangebote bislang nur begrenzt vorhanden sind.
Inga Postmeyer blickt optimistisch in die Zukunft:
„Was uns besonders freut: Immer mehr Partner erkennen das Potenzial dieses Projekts. Die Schule wird nicht durch eine einzelne Organisation entstehen, sondern durch das Zusammenspiel vieler Menschen, Stiftungen und Institutionen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen.“

